Die Kraft der Einzelkämpfer. Alleinerziehend …

Die Kraft der Einzelkämpfer, starke Aussage, starke Tatsache!

Kraft, die müssen doch alle Eltern täglich aufwenden denkt ihr jetzt vielleicht. Ja! Aber etwas sehr entscheidendes ist anders…

Kraft

 

Meine gewählte Überschrift entsprang einem gestrigem Nachrichtenaustausch. Mit einer Mama. Alleinerziehende. Mit 3 Kindern, eines davon mit Behinderung.

Sie schrieb mich an, nachdem ich die Wut im Bauch über eine Situation postete. Eine Situation die Entscheidungen und Handeln erfordert. Eine Situation die Kraft kostet und die ich alleine trage.

Sie hatte Worte die ich in diesem Moment sehr gut gebrauchen konnte. Ihre Nachricht hätte fast eine meiner sein können die ich auch an andere richte in deren Lage ich mich zu 100% hineinversetzen kann.

“… Lass die Wut ruhig zu, nutze die Zeit der schlafenden Kinder um zu weinen und zu fluchen. Danach mache unbedingt noch etwas was dir gut tut. … So machen wir es, das ist die Kraft der Einzelkämpfer…”

Und genau das ist es. Der Unterschied. Und ich hoffe es fühlt sich niemand angegriffen wenn ich an dieser Stelle zugeben muss, dass ich innerlich häufig (müde) lächel wenn mir Frauen von ihren Alleinerziehenden dasein berichten weil der Ehemann auf Montage arbeitet zum Beispiel.

Ja, diese sind natürlich auch mit all ihren Aufgaben dann einige Tage auf sich gestellt. Und das ist keine schlechte Leistung. Ganz im Gegenteil. Sie sind dann mit den Bedürfnissen ihrer Kinder und ihren eigenen alleine. Das ist keine leichte Situation. Ganz im Gegenteil.

 

Was daran anders ist?

 

Woher wird neue Kraft geschöpft und was raubt unglaublich viel Kraft?:

Vorübergehendes alleine sein: Reden und Austausch. Die umgangssprachlich so schön formulierte Schulter zum anlehnen. Die ist da, auch wenn sie gerade nicht angefasst werden kann. Da ist jemand dem zumindest per Nachrichten-Austausch mitgeteilt wird wie beschissen der Tag gerade ist. Das die Lehrerin einen verzweifeln lässt. Das eine Entscheidungsfrage ansteht. Da ist jemand der gleichermaßen Anteil nehmen wird und in gleichen Teilen bei der Entscheidung helfen wird, und man weiß darum bereits IN einem verzwickten Moment. Da ist jemand der einem einen Teil der Gedanken abnimmt und wenns ganz gut läuft sogar aufbauen wird. Daraus wird neue Kraft geschöpft.

Tatsächlich alleinerziehend sein: Durchhalten und Aushalten. Egal wie es innen drinnen ausschaut. Den Tag zu Ende bringen ohne Ventil. Durchhalten bis die Kinder im Bett sind und Aushalten bis…. hm, immer. Das raubt unglaublich viel Kraft. Wenn es gut läuft hat vielleicht am Abend eine Freundin, eine Mama oder sonst wer ein offenes Ohr (wertvoll!). Aber das weiß man IN diesem verzwickten Moment nicht. Die Last liegt erstmal ganz alleine. Und die Entscheidungen sowieso, bleibend.

DAS ist ein wirklich gravierender Unterschied. Und ein emotionaler Akt der einem so erstmal gar nicht bewusst ist denke ich.

Kraft aus doppeltem Stolz:

Doch ich wäre ja irgendwie nicht ich wenn ich im zweiten Gedanken nicht immer auch das positive aus Situation ziehen würde….

Als ich gestern also so über die Kraft der Einzelkämpfer nachdachte kam ich aber auch zu dem Entschluss, dass die Kraft auch aus jeder gelösten Situation kommt. Mit Stolz. Denn den darf man haben.

Die Kraft die aus jedem schönen Kinderlachen kommt welches ertönt. Und welches einem doppelt gilt. Aus Kinderaugen.

Kinderlachen

 

Die Kraft die aus jedem Erfolg entsteht. Aus seinen eigenen und auch die Erfolge die man mit und für sein Kind erreicht hat. Ein gutes Gefühl. Und für unsereinen ein doppeltes. Glück.

Glück

 

Daher doppelte Kraft. Das ist sie, die Kraft der Einzelkämpfer.

Und die Kraft von Gemeinschaft, von Mitgefühl, von Austausch mit anderen Einzelkämpfern. Dankbar!

 

liebst

die Sabrina

 

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